Stadtteil Hannover Linden

Küchengartenpavillon
Küchengartenpavillon

Es gibt eine Nordstadt, eine Südstadt und auch eine Oststadt in Hannover nur eine Weststadt gibt es nicht. Hier ist Linden! Von 1885 bis 1920 eigenständige Stadt neben Hannover ist Linden heute der bunteste und lebendigste Stadtteil der Landeshauptstadt. Viele der ca. 43.000 Einwohner fühlen sich immer noch mehr zu Linden zugehörig und fahren über die Ihme oder Leine in die Stadt. Die Geschichte Lindens beginnt 1115 als Graf Widekind I. von Schwalenberg am Ufer der Ihme Recht sprach. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Linden zum Industrie-Vorort Hannovers und bekam 1885 Stadtrechte.

Der Stadtteil Linden

Lindener Marktplatz
Lindener Marktplatz

Heute ist der Stadtteil ein gutes Beispiel das Multi-Kulti funtionieren kann. Im am dichtesten Besiedelten Stadtteil Hannovers leben viele Menschen mit Migrationshintergrund. In Linden-Süd gibt es eine große spanische Gemeinde, in Linden-Nord stammt die größte Gruppe der Migranten aus der Türkei. Trotzdem oder gerade deswegen findet man hier ein ganz besonderes Flair. Wenn in den anderen Stadtteilen von Hannover schon längst die Bürgersteige hochgeklappt wurden und sich der Lindener auf die Heimreise mit der Bahn macht, dann kommt es an einer Limmerstraße an die noch lange nicht schläft.

Spielwelten an der Nieschlagstraße
Spielwelten an der Nieschlagstraße

Auf bei Nachtschwärmern ist der Stadtteil beliebt. Neben der City findet sich hier die größte Dichte an Veranstaltungszentren mit Livemusik, Discos, Theater und sogar ein Kino gibt es auf der Limmerstraße noch. Im Sommer vergeht zudem kein Wochenende an dem nicht irgendein Fest in Linden gefeiert wird. Vom überregional bekannten Fährmannsfest über das beliebte deutsch spanische Fest im Ahrberg-Viertel bis hin zum traditionellen Schützenfest mitten in Stadtteil auf dem Küchengarten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die drei warmen Brüder des Heizkraftwerk Linden
Die drei warmen Brüder

Wer Linden auf eigene Faust entdecken möchte dem seinen die verschiedenen Stadtrundgänge ans Herz gelegt. Auf der Butjer Route durch den Stadtteil oder mit der Mix Tour den Lindener Berg erkunden ist zu jeder Jahreszeit zu empfehlen. Gerade der Lindener Berg mit seinem Bergfriedhof der jedes Jahr mit der Scillablüte den Frühlingsanfang kennzeichnet ist immer wieder einen Ausflug wert. Auch hier kommt die Kultur nicht zu kurz. Der Jazz Club hat sich in aller Welt einen Namen gemacht und das Mittwoch: Theater lädt immer wieder zu neuen Stücken ein. Wer noch weiter in die Ferne sehen möchte der kann jeden Donnerstag auf dem Wasserhochbehälter die Volkssternwarte besuchen.

Heimliches Wahrzeichen des Stadtteils sind die drei warmen Brüder des Heizkraftwerkes. Egal ob als Autoaufkleber, als Postkarte oder auf einer Tasche unzählige Accessoires sind mit diesem Symbol Lindens geschmückt. Damit lässt sich eben vortrefflich zeigen das man ein Lindener Butjer ist.

Freizeitheim Linden

Linden zu Fuß

Eine antifaschistische Stadtrundfahrt von 1993

Lindener Butjer

Stadtrundfahrten sind beliebt und bieten vor allem für Fremde Einblicke in Sehenswürdigkeiten und historische Stätten. Vermittelt wird, was die Geschichtsbücher für würdig halten. Aber es gibt auch eine andere Geschichte: die Geschichte der kleinen Leute, die Geschichte von unten.

Sie steht alternativ zur vorherrschenden Geschichtsschreibung. Sie erfasst das, was andere verdrängen oder vergessen machen wollen: Geschichte der Arbeiterbewegung, Geschichte der demokratischen Bewegung, Geschichte des Antifaschismus.

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